Du-bist-wunderbar-Brief #13

Angenommen-Sein ist aus meiner Sicht das größte Geschenk des Lebens. Da ich es liebe Herzens-Geschenke zu machen, schreibe ich in diesem Herbst und Winter Du-bist-wunderbar-Briefe, in denen ich Menschen, so wie sie sind, ganz annehme.

Liebe Studierenden,

Ihr habt Euch entschieden, einen der anspruchsvollsten Berufe zu ergreifen.

Ihr habt Euch entschieden, mit Kindern, Jugendlichen, Familien, Menschen in besonderen Lebenslagen zu arbeiten. Dafür nehmt Ihr einiges auf Euch.

Obwohl Ihr schon mehrere Jahre gearbeitet habt, drückt Ihr wieder die Schulbank. Mit allen Konsequenzen. Lange sitzen, wenig Bewegung, viel Input, Klausuren, Referate, Präsentationen… Das mag nicht jeder, doch ist es notwendig.

Zusätzlich arbeitet Ihr in Eurem Traumberuf. Die Belastung, der Ihr Euch aussetzt, ist nicht zu unterschätzen. Manchmal bringt sie Euch an Eure Grenzen. Ich bewundere Euch so sehr, dass Ihr trotzdem dabei bleibt.

Ihr erfahrt Neues. Werdet Euch bewusst, dass nicht jede Handlung von Euch optimal war. Lernt Alternativen kennen. Erfahrt, wie viel Ihr – ganz intuitiv –  „richtig“ gemacht habt. Ich spüre, wie sehr Ihr mit dem Herzen dabei seid. Bin beeindruckt von Eurem Eifer, der Euch zeitweilig angespannt werden lässt. Genieße Euer Engagement.

Eure konzentrierte Auseinandersetzung mit den Themen. Das fröhliche und spontane Lachen bei aller Ernsthaftigkeit. Eure Diskussionen bereichern meinen Tag mit Euch. Jedes Mal aufs Neue. Ich liebe es, mit Euch zu arbeiten, zu lachen. Mich mit Euch auseinanderzusetzen. Dafür bin ich dem Leben äußerst dankbar.

Ich wünsche Euch von Herzen, dass

  • Ihr spürt, welche Bereicherung Ihr seid;
  • Ihr bemerkt, wie sehr die Euch anvertrauten Menschen von Euch profitieren;
  • Ihr Euch bewusst werdet, wie besonders Ihr seid. Jeder Einzelne von Euch!
  • Ihr einfach nur Ihr selbst zu sein braucht.

In meinen Augen seid Ihr ganz wunderbare Geschenke des Lebens.

Ich danke dem Leben jeden Tag aufs Neue, dass es Euch gibt.

Herzlichst, Eure Birte

Bild von GLady auf Pixabay

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